Liebe Geschwister,
die Zeit schreitet voran – und mit ihr kommen Aufgaben, die wir immer wieder neu in den Blick nehmen sollten. Eine davon ist die Reinigung unserer Kirche.
Derzeit sind in der Gemeinde zehn Gruppen mit unterschiedlicher Personalstärke engagiert im Einsatz. Allen Mitwirkenden sowie den verantwortlichen Leiterinnen und Leitern gilt ein herzliches Dankeschön für ihren treuen und oft stillen Dienst. Ohne euch wäre vieles nicht möglich!
Gleichzeitig zeigt sich, dass Handlungsbedarf besteht. In einigen Gruppen engagieren sich Geschwister, die bereits weit über das 80. Lebensjahr hinaus tatkräftig mithelfen. Ihr Einsatz verdient höchsten Respekt und unsere große Dankbarkeit. Doch wir sollten uns bewusst machen: Diese Geschwister benötigen Entlastung. Es ist an der Zeit, Verantwortung neu zu verteilen und Unterstützung zu organisieren.
Wir wissen, dass viele von uns im Alltag stark eingebunden sind und die Zeit oft knapp ist. Doch freuen wir uns nicht alle darüber, wenn wir unsere Kirche sauber und gepflegt vorfinden? Wenn wir bedenkenlos die Toiletten nutzen können und alles vorbereitet ist für einen würdigen Gottesdienst? Diese Selbstverständlichkeit ist das Ergebnis treuer Hände.
Ein bewegendes Beispiel für gelebten Zusammenhalt erlebten wir im Gottesdienst aus Plauen: Als der Solistin vor innerer Bewegung die Stimme zu versagen drohte, stimmte die Geigenspielerin ein und stärkte ihre Glaubensschwester. Ein schönes Bild dafür, wie wir füreinander einstehen können. Sollte das nicht auch für uns als Gemeinde gelten? Aus dem dankbaren Annehmen der äußeren Umstände kann ein aktives Mitmachen und Handeln erwachsen.
Jede und jeder von uns kann prüfen, ob jetzt der richtige Zeitpunkt ist, sich einzubringen. In Liebe wollen wir auf unsere älteren Geschwister schauen und sie entlasten. Sie sind ein Schatz unserer Gemeinde – wie unsere Kinder gehören sie zu dem Wertvollsten, was wir haben.
Vielleicht mögen diese Gedanken dem einen oder der anderen etwas deutlich erscheinen. Doch sie entspringen keiner Kritik, sondern der Liebe zu unserer Gemeinde. Wir alle tragen sie im Herzen – und gemeinsam können wir sie lebendig gestalten.
Solltet ihr Ideen zu materiellen Verbesserungen oder möglichen Erleichterungen haben, schreibt diese gern auf und gebt sie an eine Amtsträgerin oder einen Amtsträger weiter. Eure Anregungen werden an die Verantwortlichen weitergeleitet.
Lasst uns weiterhin im Glauben und in geschwisterlicher Verbundenheit handeln – miteinander und füreinander.
Euer Cornel Dopke
Neuapostolische Kirche