Eine Säule der Gemeinde - unscheinbar, aber mit großer Tragkraft

Am 17. April 2026 fand die Trauerfeier für die am 10. Februar verstorbene Glaubensschwester Brigitta Bischof auf dem Auferstehungsfriedhof in Weißensee statt. Gemeindeevangelist Possin stellte die Trauerfeier unter das Wort aus Römer 14 Vers 9: „Denn dazu ist Christus gestorben und wieder lebendig geworden, dass er über Tote und Lebende Herr sei.“

Der Chor sang eingangs das Lied "Niemals will ich klagen" (CM 214).

Die Botschaft des Evangelisten an die Versammelten - ihren Bruder, ihre Kinder, Enkel und Urenkel, Glaubensgeschwister, Freunde, Kollegen und Bekannte unserer Verstorbenen:

"Wir sind geborgen in der Liebe Jesu Christi, die lebenden Nachfolger und die in Christus gestorbenen und diese Liebe verbindet uns."

Brigitta Bischof, am 31.12.1931 geboren, wurde 1946 in der Dunker Straße, damals Gemeinde Nord-Ost, konfirmiert.

Nach 1954 hat sie in verschiedenen Betrieben gearbeitet. Sie war für ihre Kinder – Christina, Angela und Martin da und aus diesem Grund viel zu Hause. 1968 begann Schwester Bischof, gelernte Stenotypistin, in der Verwaltung der Kirche zu arbeiten. Sie war stehts ruhig, verlässlich und loyal gegenüber ihren Aposteln. Arbeitsinterne Dinge wurden von ihr nie nach außen getragen.

Zusammenfassend kann man sagen, ihr Leben fand im Rahmen der Kirche statt: als Gehilfin ihres Mannes, der seinen priesterlichen Dienst versehen konnte, als Mutter, die ihren festen Glauben in die Erziehung der Kinder integrierte und als Vertrauensperson in der Verwaltung.    

Trotz alledem war sie nicht der Mittelpunkt. Sie war präsent, immer da, in allen Chören, die es gab, hat sie mitgewirkt. Und doch still und bescheiden. Eine Säule der Gemeinde; keine, die in der Mitte des Raumes steht und bewundert wird, sondern eine unscheinbare, vielleicht sogar in die Wand eingelassene Säule - aber sie hat getragen. 1991 ging Brigitta Bischof in den Ruhestand.

Bezirksevangelist Hühn erinnerte in seiner Traueransprache: "Vor 36 Jahren habe ich mit unserer verstorbenen zusammen in einem Büro gesessen, sie als versierte Sekretärin, mir altersmäßig um einiges voraus und doch war es eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe, ein schönes Miteinander."

Letzlich richtete noch Priester Bernd einige Worte an die Trauerversammlung: "Als zuständiger Seelsorger hatte ich viele Begegnungen mit ihr, zahlreiche Besuche durfte ich bei ihr machen. Das für mich bemerkenswerte war, sie hat nicht einmal geklagt, geschimpft oder gejammert, sie hat einen bewundernswerten Glauben vorgelebt."

Nach weiteren Chorbeiträgen wie „Mein heil bist du“ (CM 294) oder „Jesus, du Gotteslamm“ (CM 55) verließen die Anwesnenden die Kapelle, woraufhin die Beisetzung der Urne erfolgte.

Die Gemeinde verneigt sich erführtichtig vor diesem großen Lebenswerk.