Danke, lieber Stammapostel!

Das diesjährige Pfingstfest hat Kirchengeschichte geschrieben. Nach 13 Jahren im Amt ist Stammapostel Jean-Luc Schneider als Kirchenoberhaupt in den Ruhestand getreten. Abseits der ganz großen Momente von internationaler Bedeutung wie dem Kirchentag in München oder dem Jugendtag in Düsseldorf, durfte die Gemeinde auch mehrmals ganz unmittelbar Begegnung mit dem Stammapostel haben. Ein Rückblick.

Nur wenige Monate nach seiner Ordination besuchte Stammapostel Schneider am 08. September 2013 Berlin und hielt am ehemaligen Gemeindestandort in Berlin-Weißensee einen Gottesdienst mit dem Bibelwort aus Philipper 2,13: „Denn Gott ist’s, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.“ Im Rahmen des Gottesdienstes spendete er Apostel Hans-Jürgen Berndt und seiner Frau den Segen zur Rubinhochzeit.

Im Januar 2017 besuchte Stammapostel Schneider dann Berlin-Prenzlauer Berg, um ein besonderes Jubiläum zu feiern. 25 Jahre zuvor hatte sein Vorvorgänger, Stammapostel Richard Fehr, die damaligen Apostelbezirke Berlin-West und Berlin-Ost fusioniert, die aufgrund der Berliner Mauer vier Jahrzehnte lang getrennt waren. In der Feierstunde am Samstag, den 7. Januar kamen neben Bezirksapostel i. R. Willfried Klingler viele weitere Zeitzeugen zu Wort und berichteten von ihren Erfahrungen während der kirchlichen Wiedervereinigung. Für den Festgottesdienst am Sonntag wählte der Stammapostel das Wort: „Der Gott aber der Geduld und des Trostes gebe euch, dass ihr einträchtig gesinnt seid untereinander, wie es Christus Jesus entspricht, damit ihr einmütig mit einem Munde Gott lobt, den Vater unseres Herrn Jesus Christus. Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Ehre.“ (Römer 15,5-7). Der Stammapostel spendete im Gottesdienst u. a. Bezirksapostel Wolfgang Nadolny und seiner Frau den Segen zur Rubinhochzeit. 

Die fusionierte Gemeinde durfte den Stammapostel dann am 22. Mai 2022 ein weiteres Mal begrüßen. Im Gottesdienst wurde Bezirksapostel Nadolny nach 45 Amtsjahren in den Ruhestand verabschiedet und die Verantwortung für die Gemeinden dem Bezirksapostel Rüdiger Krause übertragen. Somit fusionierten die Gebietskirchen Berlin-Brandenburg und Nord- und Ostdeutschland miteinander. Außerdem empfing der damalige Bezirksälteste Thomas Krack in dem Gottesdienst das Apostelamt. Die Grundlage für diesen Gottesdienst bildete das Wort aus Johannes 7,83-39: „Wer an mich glaubt, von dessen Leib werden, wie die Schrift sagt, Ströme lebendigen Wassers fließen. Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn der Geist war noch nicht da; denn Jesus war noch nicht verherrlicht.“

Alle drei Ereignisse wurden im Voraus über viele Monate geplant und vorbereitet - egal ob musikalisch, technisch oder sogar kirchenbaulich. Jeder Teilnehmer erinnert sich an eine andere Facette des jeweiligen Festtages und bewahrt diese in seinem Herzen.

Wir danken unserem Stammapostel für den reichen Segen Gottes, den wir durch ihn empfangen haben.