Abschied von dem "coolen Onkel"

Am 21. August fand die Trauerfeier für Glaubensbruder Norbert Barnewski statt. Priester Markus Lange verwendete dafür ein Wort aus Psalm 71,5.6a: „Du bist meine Zuversicht, Herr, mein Gott, meine Hoffnung von meiner Jugend an. Auf dich habe ich mich verlassen vom Mutterleib an.“

Norbert Barnewski, 1956 in Berlin geboren und aufgewachsen, empfing in der Gemeinde Prenzlauer Berg den Segen zur Konfirmation durch den noch damaligen Bischof Pusch.

Er lernte bei der Mitropa den Beruf des Kochs, bevor ihn die Armeezeit in den Süden der Republik nach Wurzbach brachte. Hier durfte er das kurze Glück genießen, eine eigene Familie zu gründen, jedoch blieb es ihm versagt, seine Kinder aufwachsen zu sehen. Nicht nur in seinen Kindern sondern auch in denen der Familie und der Gemeinde sah er einen kostbaren Schatz, weshalb er auch zum coolen Onkel wurde. Kurz vor dem Mauerfall nach Berlin zurückgekehrt, wurde er zu einer Instanz am Orankesee und so manch einer genoss dort beim Badeausflug eine leckere Bratwurst aus seiner Hand. 

Wem das nicht vergönnt wurde, der durfte sich bei den vielen Gemeindefesten in Latzwall von seiner Grillkunst überzeugen. Aber er kümmerte sich nicht nur um das leibliche Wohl, sondern auch die Versorgung der Seele. So ist er noch vielen in Erinnerung, wie er seine liebe Ruth Hempler unterstützte, zur Kirche zu kommen, selbst als dies nur noch mit dem Rollstuhl möglich. Am 21.06.2026 verstarb er nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt mit dem Lied „Näher mein Gott zu dir“ (Buch 366) als letzten Gruß im Ohr und im Herzen.