Gottes Segen zum Hochzeitsjubiläum der Gnade

Am 23. August 2026 erlebte unsere Gemeinde einen Festgottesdienst anlässlich der Gnadenhochzeit unserer Geschwister Behnke, der unter einem Wort aus Habakuk 3,18-19 stand: „Aber ich will mich freuen des HERRN und fröhlich sein in Gott, meinem Heil. Denn der HERR ist meine Kraft, …“ 

Freude soll uns erfüllen und Kraft geben, wir sollen freudig sein, dass wir ins Haus Gottes gehen dürfen. Wir sollen uns freuen, dass wir Gott haben, der uns leitet und führt, und seinen Glauben. Auch in Momenten, die von uns negativ wahrgenommen werden, ist Freude und Vertrauen aus unserem Glauben heraus wichtig und wertvoll.

„Wir alle haben irdische Verhältnisse“, führt Bischof Knispel im Gottesdienst aus, „die uns manchmal gegen den Strich gehen, die uns unsympathisch sind und uns nach unserem Ermessen das Leben schwer machen. Aber Gott ist unsere Freude und unser Heil.“ Daraus erwächst immer wieder neue Motivation und Orientierung auf unser großes Ziel, der Wiederkunft Christi. Woher sonst sollte uns die Kraft zur Bewältigung unseres Alltages kommen, wenn nicht aus der Freude über unsere Zukunft.

Bischof Knispel führt unsere Gedanken auf die 70 gemeinsamen Ehejahre des Jubiläumspaares, die sie so viel Geschichte miterleben ließen: Vor-Mauer-Zeiten, Jahrzehnte mit der Berliner Mauer und Nachwendejahre – prägende Lebenserfahrungen, die herausfordernd waren und mitunter zu Prüfungen nicht nur für unsere Geschwister Behnke wurden. Woher hatten sie die Kraft dazu? 

Aus der Nähe zu Gott, ihrem Glauben und ihrem Wissen: „Es gibt mehr.“  Für unsere Geschwister Behnke – so schilderte Bischof Knispel - war, egal wie schwierig es gerade zuging, das Haus Gottes ihr Ein und Alles. Gottesdienst und die Gemeinschaft im Abendmahl waren eine Freude und Kraftquell für sie und sind es bis heute. 

Wir sind in dieser Gemeinschaft so groß geworden und es bedeutet uns etwas, setzt Bischof Knispel fort. Wir werden aufgefordert, daran zu arbeiten und noch mehr Freude auszustrahlen, dem Wesen Gottes ähnlicher zu werden und seinen Willen zu tun. Und  wenn man dabei an Grenzen stößt, entmutigt wird, sind Vorbilder wichtig und richtungsweisend. 

Auch hier nimmt unser Bischof Bezug auf die Geschwister Behnke. Unsere Unvollkommenheit sollte uns nicht Anlass geben, weniger fröhlich zu sein, denn Gott hat uns den Weg in die Herrlichkeit frei gemacht. „Das ist unsere Freude, die wollen wir zeigen und ausstrahlen.“  Und dann haben wir die Kraft, Dinge zu tun, die nicht so „sympathisch oder einfach sind. Wir halten uns zu Gott und freuen uns auf unsere Zukunft.“

In der Fortführung des Gottesdienstes macht der Bezirksevangelist Lange auf das schöne Bild der Gemeinde Prenzlauer Berg aufmerksam, viele Wegbegleiter seien anwesend. Er selbst fühlte sich durch die Geschwister Behnke immer unterstützt und auf Augenhöhe wahrgenommen. So schilderte er eine Begebenheit, in der er beide wartend vor der Kirche antraf. Zeit spiele für sie keine Rolle, das Warten in der Nähe Gottes sei beiden wichtig. Wenn wir in dieser Verbindung bleiben, so schließt der Bezirksevangelist sein Dienen, können wir uns gegenseitig festhalten und haben eine gute Chance, die Wiederkunft Jesus zu erleben.

Daran anknüpfend dient der Bezirksälteste Härm. Seine Ausführungen zu dem Wort „Aber“ heben das bedingungslose Versprechen Gottes, seine Gnade und den Frieden niemals versiegen zu lassen, hervor. Die vielen Schwierigkeiten im Leben werden kleiner, wenn wir uns auf Gott und unseren Glauben besinnen. Und dann komme wieder Freude auf; Freude darüber, dass wir Geschöpfe Gottes sind und von ihm gehört werden. „Wir dürfen Kinder Gottes sein und seine Erben. Das ist doch ein Grund sich zu freuen“, versichert er der Gemeinde.